Die Einspeisevergütung ist der Klassiker der PV-Förderung. Du bekommst fuer 20 Jahre einen festen Cent-Betrag pro Kilowattstunde, die du ins Netz einspeist. Aber die Vergütung sinkt jedes Jahr. 2026 bekommst du weniger als 2025.
Wie hoch ist die Vergütung aktuell? Lohnt sich Einspeisen noch oder ist Eigenverbrauch alles? Ich gebe dir den aktuellen Stand.
| Anlagengroesse | Ueberschusseinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 8,11 Cent/kWh | 12,87 Cent/kWh |
| 10 - 40 kWp | 6,48 Cent/kWh | 10,56 Cent/kWh |
| 40 - 100 kWp | 5,36 Cent/kWh | 8,72 Cent/kWh |
Die Vergütung wird halbjaehrlich abgesenkt (1. Februar und 1. August). Wer 2026 einsteigt, bekommt die Werte aus der Tabelle. Danach sinkt die Vergütung um etwa 1 Prozent pro Halbjahr.
Wichtig: Die Vergütung ist fuer 20 Jahre garantiert ab Inbetriebnahme. Wer heute kauft, bekommt 20 Jahre die 8,11 Cent – unabhängig davon, wie die Vergütung in Zukunft aussieht.
Bei der Ueberschusseinspeisung nutzt du den Strom selbst und speist nur den Überschuss ein. Die Vergütung ist niedriger (8,11 Cent).
Bei der Volleinspeisung geht der gesamte Strom ins Netz. Die Vergütung ist hoher (12,87 Cent). Dafuer kaufst du deinen gesamten Haushaltsstrom weiterhin aus dem Netz.
Welche Variante lohnt sich? Fast immer die Ueberschusseinspeisung. Denn der selbst genutzte Strom ist 35 Cent wert (dein Strompreis), waerend die Volleinspeisung nur 12,87 Cent bringt. Die Differenz von 22 Cent pro kWh ist gewaltig.
Es gibt eine Ausnahme: Wenn deine Anlage auf einem Scheunendach oder Garagendach liegt, ohne Eigenverbrauch. Dann Volleinspeisung. Aber fuer ein Einfamilienhaus immer Überschuss.
Die Vergütung sinkt gesetzlich alle sechs Monate. Die genauen zukuenftigen Werte sind schwierig vorherzusagen, weil der Gesetzgeber die Absenkung an den Zubau koppelt. Wird mehr PV gebaut als erwartet, sinkt die Vergütung staerker.
Fuer 2027 sind folgende Werte absehbar:
Du siehst: Wer ein Jahr wartet, bekommt rund 0,5 Cent weniger. Das klingt wenig, macht bei 7.000 kWh Einspeisung aber 35 Euro Verlust pro Jahr aus.
Die 8,11 Cent sind nicht viel. Der Fokus sollte auf dem Eigenverbrauch liegen. Jede selbst genutzte kWh ist 35 Cent wert – mehr als das Vierfache der Einspeisevergütung.
Aber: Die Einspeisevergütung ist ein garantierter Zuverdienst. Wenn du den Strom nicht selbst verbrauchst, bekommst du immerhin 8,11 Cent. Das ist besser als nichts. Und bei einem Strompreis von 35 Cent lohnt sich ohnehin die Eigenverbrauchs-Strategie.
Fuers Gesamtergebnis zaehlt beides: Eigenverbrauch + Einspeisung. Unser PV-Rendite-Rechner beruecksichtigt beide Posten.
Balkonkraftwerke erhalten keine Einspeisevergütung. Der Grund: Die Anlagen sind zu klein und die Buerokratie waere unverhaeltnismaessig. Stattdessen nutzt du den Strom selbst – oder er fliesst unverguetet ins Netz.
Das ist auch in Ordnung, denn ein Balkonkraftwerk ist so billig (300 bis 500 Euro), dass es sich auch ohne Vergütung in 2 bis 3 Jahren amortisiert. Mehr im Balkonkraftwerk Kosten Artikel.
Die Einspeisevergütung ist steuerpflichtig. Sie gilt als Einnahme aus Gewerbebetrieb. Aber: Seit der Vereinfachungsregel 2023 gilt Folgendes:
Praktisch bedeutet das: Unter 10 kWp brauchst du keine Steuererklaerung fuer die PV abgeben. Das Finanzamt stuft die Anlage als Liebhaberei ein. Mehr dazu im Steuer-Artikel.
Die Einspeisevergütung ist kein Grund, eine PV-Anlage zu kaufen. Der Hauptgrund ist der Eigenverbrauch. Aber die Vergütung ist das i-Toertchen: Bei einer 10-kWp-Anlage sind das 400 bis 700 Euro pro Jahr.
Denk dran: Die Vergütung sinkt jedes Jahr. Wer 2026 noch kauft, bekommt 20 Jahre lang 8,11 Cent. Wer 2027 kauft, bekommt vielleicht nur noch 7,5 Cent. Der Unterschied: bei 5.000 kWh Einspeisung = 30 Euro pro Jahr weniger. Ueber 20 Jahre sind das 600 Euro verlorene Vergütung.
Je frueher du einsteigst, desto besser die Konditionen. Das wusste ich auch, als ich recherchiert habe: Die 8,11 Cent von 2026 sind mehr als die 7,5 Cent von 2027. Der Zeitpunkt zaehlt.
Unser Rechner zeigt dir in 2 Minuten, wie viel du sparst und verdienst.
Jetzt PV-Rendite berechnen auf solarsparcheck.de