Photovoltaik Förderung München 2026: Zuschüsse, Kredite und was du beachten musst
München ist bei der Photovoltaik-Förderung einer der fortschrittlichsten Standorte in Deutschland. Die Landeshauptstadt hat 2026 ihr ohnehin schon starkes Förderprogramm noch einmal aufgestockt. Das Förderprogramm klimaneutrale Gebäude (FKG) der Stadt München ist das Herzstück , und es lohnt sich, genau hinzuschauen.
Ich verschaffe dir den Überblick über alle Förderungen in München 2026: städtische Zuschüsse, KfW-Kredite, Einspeisevergütung und Steuervorteile.
Förderprogramm klimaneutrale Gebäude (FKG) München
Das FKG der Stadt München ist das zentrale Förderinstrument für Photovoltaik in der Landeshauptstadt. Es richtet sich an Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften und Unternehmen. Die Fördersätze 2026:
| Maßnahme | Fördersatz | Maximaler Zuschuss |
|---|---|---|
| Aufdachanlage (privat) | bis 40% der förderfähigen Kosten | 10.000 Euro |
| Steckersolargerät (Balkonkraftwerk) | bis 70% der förderfähigen Kosten | 1.000 Euro |
| Photovoltaik-Speicher | bis 30% der förderfähigen Kosten | 5.000 Euro |
| Balkonkraftwerk mit Speicher | bis 70% Zuschuss + 30% Speicher | 1.500 Euro kombiniert |
Voraussetzung: Du musst Eigentümer oder Mieter mit Zustimmung des Eigentümers sein. Die Anlage muss von einem Fachbetrieb installiert werden (Ausnahme: Balkonkraftwerke). Der Antrag wird vor Kauf gestellt.
Für ein Balkonkraftwerk ist die 70-Prozent-Förderung ein absolutes No-Brainer. Bei einem 500-Euro-Set bekommst du bis zu 350 Euro von der Stadt zurück. Zahlen dazu im Artikel Balkonkraftwerk Kosten 2026.
KfW 270: Kredit für Photovoltaik
Neben den städtischen Zuschüssen kannst du auch die KfW-Förderung nutzen. Der KfW-Kredit 270 (Erneuerbare Energien , Standard) ist 2026 speziell auf Photovoltaik zugeschnitten:
- Kredithöhe: bis 150.000 Euro pro Vorhaben
- Zinssatz: effektiv ab 1,99% (Stand Juli 2026)
- Laufzeit: bis 30 Jahre, mit bis zu 10 Jahren Tilgungsfreizeit
- Tilgungszuschuss: bis 5% für besonders effiziente Anlagen
- Kombinierbar: ja, mit städtischen FKG-Zuschüssen
So kombinierst du beide Programme: Du beantragst zuerst den FKG-Zuschuss bei der Stadt München. Nach der Bewilligung beantragst du den KfW 270 Kredit. Die KfW rechnet den städtischen Zuschuss nicht auf den Kredit an, du bekommst also beide Förderungen voll.
Beispielrechnung für eine 8-kWp-Anlage in München:
- Anlagenkosten: 12.000 Euro (inkl. Speicher)
- FKG-Zuschuss 40%: 4.800 Euro
- KfW 270 Kredit: 7.200 Euro zu 1,99%
- Tilgungszuschuss 5%: 360 Euro
- Eigenanteil netto: 6.840 Euro
Eine Übersicht über die bundesweite PV-Förderung 2026 findest du im separaten Artikel.
Einspeisevergütung 2026
Neben den Zuschüssen bekommst du auch eine garantierte Einspeisevergütung für den Strom, den du ins Netz einspeist. Die Sätze 2026:
| Art der Einspeisung | Vergütung pro kWh |
|---|---|
| Teileinspeisung (< 10 kWp) | 7,78 Cent |
| Volleinspeisung (< 10 kWp) | 12,34 Cent |
| Teileinspeisung (10-40 kWp) | 6,87 Cent |
| Volleinspeisung (10-40 kWp) | 11,57 Cent |
Teileinspeisung bedeutet: Du nutzt den Strom selbst und speist den Überschuss ein. Das lohnt sich, wenn du tagsüber zu Hause bist und Strom verbrauchst.
Volleinspeisung bedeutet: Du speist den gesamten Strom ein und bekommst den höheren Satz. Das lohnt sich, wenn du wenig Eigenverbrauch hast oder eine größere Anlage betreibst.
Für Münchener Verhältnisse: Bei 5 Cent Differenz zwischen Stromeinkauf (ca. 35 Cent) und Einspeisevergütung (7,78 Cent) lohnt sich Eigenverbrauch extrem. Investiere in einen Speicher, damit du auch abends deinen eigenen Strom nutzt.
Steuervorteile: Keine Umsatzsteuer mehr
Seit 2023 gilt der Nullsteuersatz auf Photovoltaik-Anlagen. Das bedeutet: Du zahlst keine Umsatzsteuer auf den Kauf. Für Münchener Anlagenbetreiber kommt 2026 ein weiterer Vorteil hinzu:
- Einkommensteuer-Befreiung: Bei Anlagen bis 30 kWp (Einfamilienhaus) fällt keine Einkommensteuer auf die Einspeisevergütung an.
- Gewerbesteuer: Auch hier greift die Kleinunternehmerregelung. Solange du nur eine PV-Anlage betreibst, fällt keine Gewerbesteuer an.
- Abschreibung: Die Anlage kannst du linear über 20 Jahre abschreiben. Bei 12.000 Euro sind das 600 Euro pro Jahr.
Die Steuervorteile machen die PV-Anlage noch attraktiver. Mehr Details im Artikel PV-Anlage steuerlich abschreiben.
Voraussetzungen für die Münchener Förderung
Damit du den FKG-Zuschuss bekommst, musst du folgende Punkte beachten:
- Antrag vor Kauf: Der Zuschuss muss beantragt werden, bevor du die Anlage bestellst. Nachträgliche Anträge werden nicht berücksichtigt.
- Fachbetrieb: Die Anlage muss von einem eingetragenen Fachbetrieb installiert werden. Ausnahme: Balkonkraftwerke bis 800 Watt.
- Mindestanforderung: Die Module müssen einen Wirkungsgrad von mindestens 19% haben.
- Anmeldung: Die Anlage muss beim Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur und beim Netzbetreiber angemeldet sein.
- Frist: Nach Bewilligung hast du 12 Monate Zeit für die Installation. Eine Verlängerung ist in begründeten Fällen möglich.
Die Antragstellung läuft online über das FKG-Portal der Stadt München. Du brauchst: Personalausweis, Grundbuchauszug (oder Eigentumsnachweis), Angebot des Fachbetriebs und eine Skizze der geplanten Belegung.
Fazit: Münchener PV-Förderung 2026 ist Spitzenklasse
München ist 2026 die Photovoltaik-Hauptstadt Bayerns , zumindest bei der Förderung. Die Kombination aus städtischem FKG-Zuschuss (bis 40%), KfW 270 Kredit (ab 1,99%) und Einspeisevergütung macht eine PV-Anlage zu einem Investment, das sich in 6 bis 9 Jahren amortisiert und danach 20+ Jahre Gewinn abwirft.
Wer ein Balkonkraftwerk plant, sollte sofort loslegen: 70% Zuschuss von der Stadt plus Nullsteuersatz bedeuten, dass ein 500-Euro-Set effektiv nur 150 Euro kostet. Das amortisiert sich in weniger als einem Jahr.
Meine Empfehlung: Antrag auf FKG-Zuschuss stellen, parallel KfW 270 prüfen und dann das Angebot einholen. Die Reihenfolge ist wichtig, weil die Bewilligung des städtischen Zuschusses vor dem Kauf da sein muss.
☀️ Berechne jetzt deine PV-Rendite mit Förderung in München
Unser PV-Rechner berücksichtigt alle FKG-Zuschüsse und KfW-Konditionen , inklusive Einspeisevergütung und Steuervorteilen.
Jetzt PV-Rendite berechnen auf solarsparcheck.de